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erein Für Armenien e.V.

































Jeder Mensch geht uns als Mensch etwas an

(Albert Schweitzer 1875-1965)

© 2018 Karen Barseghyan

Der Verein

Der Anfang

 Am 7. Dezember 1988 bebte um 11.41 Uhr in Nord-Armenien die Erde, mit ganz fürchterlichen Folgen:

  • ca. 25.000 Menschen starben,
  • etwa 1 Million Menschen wurden obdachlos.
  • Das Beben erreichte eine Stärke von 6,9 auf der Richterskala, es ereig-nete sich in mitten  eines bitterkalten Winters und kaum ein Haus zwi-schen Leninakan (heute Gyumri) und Spitak blieb ohne Schäden.
Armenien gehörte damals zur Sowjetunion. Michail Gorbatschow holte erst-mals nach einer Naturkatastrophe westliche Hilfe ins Land. Auch in Berlin war die Hilfsbereitschaft groß. Eine breit angelegte Spendenaktion des damaligen West-Berliner Senders Freies Berlin erbrachte 2,5 Millionen Mark an Spenden der West-Berliner Bevölkerung, sowie Firmen und Institutionen. Frau Aenne Burda (Burda Verlag Offenburg) legte noch mehr als eine Million Mark aus dem Erlös ihrer Spendengala drauf.
Die Spender vertrauten ihr Geld einer Arbeitsgemeinschaft an, zu der gehörten das Deutsche Rotes Kreuz Berlin, der Arbeiter Samariter Bund in Berlin, die Ärztekammer Berlin, die Armenische Gemeinde in Berlin un der Sender Freies Berlin, der mehr als drei Wochen lang engagiert um Spenden warb.


Was dann geschah

Aeroflot Frachtmaschine im Dezember 1988 in Berlin-Tegel

Das erste Mal nach 1945 überhaupt landete eine sowjetische Frachtma-schine auf dem damals West-Berliner Flughafen Tegel, um Sachspenden der Arbeitsgemeinschaft auf dem schnellsten Weg nach Armenien zu transportieren.

Belandung der Maschine vom Typ Iljuschin IL 76


Im Januar 1989 reiste ein kleines Team nach Armenien, um in Leninakan (heute Gyumri) zu erkunden, was nach der Soforthilfe am nötigtsen gebraucht wird, was möglichst nachhaltig der Region und ihren Menschen helfen kann und was mit fünf Millionen Mark zu finanzieren ist.

Von Seiten der Armenier wurde sehr schnell deutlich, dass die Zerstörung der medizinischen Infrastruktur für die Menschen noch schlimmer war als die Zerstörung des individuellen Wohn-raums. Um den Menschen nachhaltig zu helfen, war der Wunsch des damaligen Gesundheits-ministers der Sowjetrepublik Armenien, dass eine Poliklinik für Frauen (insbesondere für Schwangere) und Kinder in Lenina-kan(Gyumri) errichtet wird.

Die Zerstörungen durch das Erdbeben waren unvorstellbar.


Wohnhäuser stürzten ein, begruben Menschen unter sich.

Die Industrie und die Infrastruktur waren zerstört.



Die Stadt war in weiten Bereichen eine Trümmerwüste.

 

 

 Verzweifelt suchten Menschen in den Trümmer nach noch verwertbaren Dingen ihrer Habe.



Für den Bau der gewünschten Poliklinik sollte das Geld aus Berlin eingesetzt werden. Dafür entwickelte ein Berliner Architekturprofessor kostenfrei die Planung, dafür setzte die Arbeitsgemeinschaft ungarische Facharbeiter für den Bau ein, kaufte das Baumaterial überwiegend in Deutschland und transpor-tierte alles per LKW nach Armenien. Hinzu kam die medizintechnische Ausrü-stung und Geräte sowie hochwertige Haustechnik.

Die Umsetzung

Vorbereitung für die Fundamente

Der Zerfall der Sowjetunion und die Gründung der selbständigen Republik Armenien war nicht gerade ein Umfeld für schnelle Bautätigkeit. So dauerte es nach der Fertigstellung der Funda-mente durch die armenische Seite vom Herbst 1989 bis November 1993, bis die "Berliner Poliklinik - Zentrum für Mutter und Kind" eröff-net werden konnte.

 

Zentraler Zugang von der Straße



Sie wird seitdem vom armenischen Gesundheitswesen betrieben.




Seit der Eröffnung hat die "Berliner Poliklinik-Zentrum für Mutter und Kind" einen regen Zuspruch.

Zu den vielen Besonderheiten gehörte beispielsweise, dass zu Sowjetzeiten auf Wunsch des damaligen Gesundheitsministers Tagesbetten für Frauen und Kinder geplant wurden. Als sie gebaut waren, hatte die neue armenische Gesundheitsverwaltung dafür keine Verwendung mehr. So blieben zahlreiche Zimmer und Räumlichkeiten ungenutzt.

Da es zu dieser Zeit (1994 - 1996) so gut wie keine Übernachtungsmöglich-keiten in Gyumri gab, wurde die Idee geboren, die ungenutzten Räum-lichkeiten als kleines Hotel zu nutzen. Mit einer Anschubfinanzierung des Deutschen Roten Kreuzes, Landesverband Berlin wurde der Trakt zu einem Hotel ausgerüstet und 1996 als soziales Modellprojekt und gemeinnütziges Unternehmen unter dem Namen "Gästehaus Berlin" eröffnet.

Um in Armenien eine Plattform für soziale Projekte zu haben, gründete  der Landesverband Berlin des DRK 2001 in Armenien eine gemeinnützige Stiftung mit dem Namen "Für Armenien", (eingetragen beim Justizministerium der Republik Armenien) unter deren Dach der Beherbergungsbetrieb (heute Berlin ART Hotel) Erlöse erzielen soll, die wiederum sozialen Projekten in der Region und der Untertstützung der "Berliner Poliklinik - Zentrum für Mutter und Kind" zugutekommen.

Seit 2009 ist ist die Stiftung "Für Armenien" für die Zeit ihres Bestehens Eigentümerin von Grundstück und Gebäuden der Poliklinik und des Hotels.

Zum Jahreswechsel 2013/2014 stellte der Berliner Landesverband des DRK seine Aktivitäten in Armenien ein.

Nun galt es das Bewährte zu erhalten, den Fortbestand der Stiftung und des Hotels, sowie Arbeitsplätze zu sichern und die soziale Arbeit für die Zukunft zu gewährleisten.

Hierzu wurde im März 2014 in Berlin der Verein "Für Armenien e.V." gegrün-det. Hier haben sich Mitglieder zusammengefunden, die überwiegend Arme-nien gut kennen und denen die Menschen dieses Landes am Herzen liegen.

Unsere Aufgaben

Die Poliklinik

Wartebereich in der gynäkologischen Abteilung


Die "Berliner Poliklinik-Zentrum für Mutter und Kind" ist fest in die Strukturen der ambulanten medizinischen Versorgung der Stadt Gyumri eingebunden.


 

Moderne Röntgendiagnostik

 Mit Erlösen aus dem Hotelbetrieb wird die Poliklinik im Bereich Gebäude- und Betriebskosten von der Stiftung "Für Armenien" unterstützt.

Somit hat die Poliklinik die Möglichkeit Anschaf-fungen vorzunehmen, die sonst aus dem laufenden Etat nicht möglich wären.

Mit Hilfe der deutschen Partner werden Weiterbidungsprogramme geplant und Ideen für eine Optimierung der atientenversorgung diskutiert.


Das Berlin ART Hotel


 Das Hotel verfügt heute über 19 Zimmer mit 38 Betten und verfügt über 2 Seminarräume. Die Durchführung von Seminaren für externe Organi-sationen und Vereine ist ein wichtiger Geschäft-zweig geworden.

Hoteleingang

 

 Zu dem wurde unter dem organisatori-schen Dach des Berlin ART Hotels eine Tourismusabteilung aufgebaut, die Besuchern und Inter-esenten Touren in der Shirakregion und in ganz Armenien anbietet. Dazu gehören themenzentrierte und saisonale Reisen.

Rezeption mit Flurbereich

Außerdem ist das Berlin ART Hotel zu einem Mittelpunkt der Künstlerszene in der Region geworden. Unter dem Stichwort "Galery 25" können Künstler im Hotel ihre Werke ausstel-len und anbieten, da es in Gyumri kaum Aus-stellungsmöglichkeiten für Künstler angeboten werden.

Zeitgenössische Kunst schmückt die Zimmer


Sehen Sie selbst, ob in den induviduell gestal-teten Zimmer oder ein lauschige Plätzchen in unserem Garten, es bietet Ihnen interessante und abwechslungs-reiche Eindrücke.


Unsere grüne Oase - der Hotelgarten

 

Dazu können Sie sich von unserer Kü-che mit armenischen Spezialitäten ver-wöhnen lassen.


Unser Buddy Bär grüßt unsere Gäste


Anschrift des Hotels

 Bvd. Hachtanaki 25, AM 3104 Gyumri

 e-mail:   info@berlinhotel-gyumri.am

Telefon: +374 312 53 1 48

www.berlinarthotel.am

Schauen Sie doch mal rein.

Soziale Projekte

Mit Hilfe der Erlöse aus dem Hotel und anderen eingeworbenen Mitteln konnte die Stiftung "Für Armenien" in den vergangenen 17 Jahren soziale Projekte und Unterstützung für die "Berliner Poliklinik - Zentrum für Mutter und Kind" im Gesamtumfang von 1,4 Millionen Euro realisieren und anstoßen.

Die Projekte reichen von der Förderung der Familienmedizin, über Weiterbil-dung im Medizinbereich bis zur Förderung der Arbeit mit Menschen mit Behin-derungen.

Sanieren und alternative Energie

Mit dem Betrieb des Gebäudekomplexes engagieren sich der Verein "Für Armenien e.V." und die Stiftung "Für Armenien" mit dem Einsatz regenerati-ven/alternativen Energien für Klimaschutz und Umwelt. Mit nachträglicher Wärmedämmung an bestimmten Bauteilen, moderner Haustechnik, Photo-voltaik und Wärmepumpen sind wichtige Schritte zum klimaneutralen Betrieb gemacht worden, die der Ergänzung und Erweiterung bedürfen.

Nach einer Betriebszeit von 25 Jahren stellt sich vermehrt Sanierungsbedarf ein. Auch im Hotelbereich ist entsprechender Bedarf, um den Standard zu halten, den wir unseren Gästen bieten wollen.

Hier zeichnen sich große Herausforderungen für den Verein ab.

Wir bewegen was

 

Wie können Sie helfen?

Bitte informieren Sie sich in den Bereichen

"Wie können Sie helfen" und "Unsere Projekte"

Sie können helfen und mit uns etwas bewegen